Auch der Elektronikgroßhändler Mediamarkt steigt in den Handel mit E-Books ein: Seit Dezember 2010 stehen rund 30.000 Buchtiteln zum Download bereit. Die Preise für ein E-Book beginnen bei 1,49 Euro.
Mit Google eBooks hat sich der Internetkonzern nicht nur endgültig als Händler etabliert, sondern setzt erstmals die Cloud-Technologie für den Vertrieb digitaler Bücher ein. Mit dem Cloud Computing werden Kauf, Verwaltung und Nutzung der Inhalte weiter virtualisiert: Es wird keine Datei mehr auf einen Rechner heruntergeladen (mit Ausnahme einer Sicherungskopie für Archivzwecke). Stattdessen werden die Daten, die auf Netzwerkrechnern von Google verteilt gespeichert werden, online in der „Wolke“ zum Buch zusammengesetzt und im Webbrowser mithilfe einer Reader-Software präsentiert. Das gekaufte E-Book wird im persönlichen E-Book-Regal abgelegt. Es kann auf jedem Bildschirm – unabhängig von einem bestimmten Endgerät – gelesen werden.
Amazon.de brach nach eigenen Angaben die bisherigen Verkaufsrekorde im Weihnachtsgeschäft mit einer Zuwachsrate von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter anderem der neue Kindle 3 habe sich besser verkauft als das jüngste Harry-Potter-Buch.
Das erste Libroid-Buch ist im iTunes-Store verfügbar. Der Autor sieht sich selbst als „komplett verrückten Verleger, der sich in Einzelhandanfertigung eine neuartige Druckmaschine bauen lässt, um darauf ein Buch zu drucken“. Sein Angebot soll auch andere Autoren dazu animieren, „ungedruckte Bücher herstellen und vertreiben zu lassen“. Für ihn steht fest: Erfolgreiche Autoren werden E-Book-Rechte nicht mehr an traditionelle Verlage vergeben, die viel zu „verhalten und hilflos“ agierten. Das Leseverhalten verändere sich und somit auch Schreibweisen. „Wir fangen gerade erst an“, sagt er.
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30ooo Buchtitel? Das ist ja gar nicht mal so wenig. Wer legt denn da eigentlich die Preise fest? Traditionelle Bücher haben ihren Buchbindungspreis. Ein iTunes-Store-Preis von knapp 8 Euro oder doch lieber eine Kopie weniger legal erworben? Oder vielleicht doch wieder das gute alte Taschenbuch zum in die Hand nehmen? Gibt es Zielgruppenforschung auf dem Gebiet? Meine Oma hat sich grade mal vor zwei Jahren ernsthaft mit ihrem Handy auseinandergesetzt und hat ihre lieben Enkel mit Fragen gelöchert. Trotzdem dürfte sie nicht zum Abnehmerkreis von E-Books gehören. Ich selbst sehe diese Tendenzen eher als wirtschaftlstechisches Phänomen, das nicht unterschätzt werden darf und über dessen Folgen man nicht vermutlich (noch) gar nicht klar ist. Ich sehe ein E-Book als Möglichkeit, als technische Spielerei (im positivem Sinn) und als Produktionsfaktor, der wie Neill Armstrong die ersten wackligen Schritte auf dem Mond macht. Ich für meinen Teil bleibe noch auf der Erde mit einem Buch in der Hand. Vielleicht erklären mir dann meine Enkel eines Tages, wie es ist zum Mond zu fliegen. lG.
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